#62 Buchclub | Wie erzählt Richard Osman im „Donnerstagsmordclub“ stimmig aus mehreren Perspektiven?

Wir haben den Donnerstagsmordclub von Richard Osman gelesen, den Auftakt zu einer Cosy Crime Reihe, an der man kaum mehr vorbeikommt. Wir wollten wissen, was so besonders an der Geschichte um vier ermittelnde Rentner:innen ist und ob wir uns der allgemeinen Begeisterung anschließen. 

Worum geht’s? In der Seniorenresidenz Coopers Chase tagt wöchentlich der Donnerstagsmordclub, bestehend aus Geheimagentin Elizabeth, Psychiater Ibrahim, Gewerkschaftsführer Ron und Krankenschwester Joyce. Eigentlich bearbeiten sie ungelöste Mordfälle zum Spaß – aber dann passiert ein Mord direkt vor ihrer Haustür und natürlich lassen sie es sich nicht nehmen, sich ein bisschen einzumischen.

Was ist besonders am Donnerstagsmordclub?

Richard Osman hat es geschafft, mit der Gruppe ermittelnder Rentner:innen eine Cosy Crime Reihe zu schreiben, die leicht und zugänglich ist und Humor hat, sich gleichzeitig aber auch traut sich tiefer mit verschiedenen Facetten des Themas Tod auseinanderzusetzen. Neben den liebenswürdigen und einprägsamen Charakteren war es das, was uns am meisten begeistert hat.

Was gefällt uns nicht so gut?

Durch die vielen Charaktere, Geschichten, Perspektiven und Red Herrings wird es mitunter allerdings auch ein wenig verwirrend. Die vielen Nebenstränge passen zum Roman und bauen eine runde und greifbare Welt auf, machen die Geschichte aber manchmal ein kleines bisschen langatmig.

Gelingen die vielen verschiedenen Perspektiven?

Der Roman wird aus sehr vielen verschiedenen Perspektiven erzählt. Uns ist kaum eine Haupt- oder Nebenfigur eingefallen, die nicht an irgendeiner Stelle ein Perspektivkapitel bekommen hat. Deswegen hat die Erzählung, obwohl sie technisch im Ich- bzw. personalen Erzähler geschrieben ist, fast etwas Auktoriales. Wir bekommen dadurch das Gefühl, das hier wirklich eine Gruppe ermittelt und einen Einblick in die Gemeinschaft der Seniorenresidenz. Wir sehen: Hinter allen Figuren steckt eine Geschichte, niemand ist einfach nur Randfigur. Und dadurch stecken wir selbst mitten drin.

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