Langeweile. Ein unangenehmes Gefühl – gerade für Menschen mit ADHS. Nicht nur das, für viele von uns ist es regelrecht schmerzhaft, unerträglich. Deswegen versuchen wir es zu vermeiden, indem wir uns dauerhaft ablenken. In der heutigen Zeit ist das leichter als je zuvor. Videospiele, Social Media, Filme, Alkohol – für jeden Geschmack ist etwas dabei. Aber ist das so gut? Erfüllt Langeweile einen Zweck? Verlieren wir etwas, wenn wir sie mit allen Mitteln vermeiden? Können wir überhaupt kreativ sein, wenn wir keine Langeweile mehr empfinden, die uns dazu zwingt?

Höre dir die aktuelle Folge an:
Unterschied: Langeweile und Muße
Es gibt einen Unterschied zwischen Langeweile und Muße.
Langeweile ist der unangenehme Zustand, in dem man getrieben ist, einer befriedigenden Tätigkeit nachgehen zu wollen, es aber nicht kann.
Muße ist Müßiggang, eine befriedigende Form der Untätigkeit und Entspannung, aus der auch Kreativität erwachsen kann.
Beide erfüllen ihren Zweck.
Dauerhaft beschäftigt und trotzdem gelangweilt
Man kann auch dauerhaft beschäftigt sein und sich trotzdem langweilen. Monotone oder unterfordernde Tätigkeiten können zu denselben psychologischen Phänomenen führen wie unbefriedigendes Nichtstun.
Am äußersten Ende des Spektrums liegt der sogenannte „Bore-Out“, der zwar keine offizielle Diagnose ist, aber von vielen beschrieben wird. Symptomatisch ist er dem „Burn-Out“ sehr ähnlich.
Langeweile kann einen positiven Effekt haben
Sie zwingt uns zu Kreativität.
Wir alle kennen das aus dem Kindesalter. Wenn es nichts zu tun gibt findet man in seiner Umgebung Dinge, mit denen man spielen kann. Stöcke werden zu Schwertern, Steine werden zu Freunden und das Gehirn erzählt sich selbst Geschichten.
Auch beim Schreiben kann das ein wertvoller Mechanismus sein.
Neugierig geworden? Hör rein in unsere Folge.
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