Selfpublishing ist inzwischen eine echte Alternative zum traditionellen Weg über Agentur und Verlag. Viele junge Selfpublisher:innen entscheiden sich bewusst für diesen Weg, weil er mit Kontrolle und Flexibilität verbunden ist.
Ich zögere. Ich bewundere die erfolgreichen Selfpublisher:innen, die mit Mut und Fokus am Werk sind, aber ich habe Schwierigkeiten mich selbst in dieser Rolle zu sehen. Habe ich relevante, nachvollziehbare Bedenken oder einfach nur Angst?
In dieser Folge sprechen wir darüber, warum Selfpublishing sich gleichzeitig revolutionär und bedrohlich anfühlen kann, was es in uns triggert, andere dabei zu beobachten, und welche Ängste uns davon abhalten, unsere Texte selbst zu veröffentlichen.

Warum zögern wir, obwohl Selfpublishing inzwischen ein valider Weg ist?
Selfpublishing bedeutet Selbstwirksamkeit. Das klingt erstmal toll, kann aber auch Angst machen. Wenn die Gatekeeper wegfallen, dann gibt es keine äußere Legitimation mehr. Das kann befreiend sein, aber auch verunsichern: Alles liegt beim Autoren, Inhalt, Qualität, Sichtbarkeit, Erfolg. Selfpublishing fordert nicht nur Kreativität, sondern auch Verantwortung. Und manche von uns fühlen sich einfach sicherer, wenn jemand in der eigenen Ecke steht und mit einem kämpft.
Wie fühlt es sich an, anderen beim Selfpublishing zuzusehen, während man sich selbst nicht traut?
Wenn wir andere mutig veröffentlichen sehen und dabei Neid ider Sehnsucht empfinden, dann spiegelt das häufig eine Version von uns selbst, die wir uns wünschen. Das Spannungsfeld zwischen Sicherheit und Freiheit kann schmerzhaft sein und ist gleichzeitig ein Hinweis darauf, was uns eigentlich wichtig ist.
Darf Angst uns abhalten?
Sich für oder gegen Selfpublishing zu entscheiden, sollte eine Entscheidung sein, die wir aufgrund von guten Gründen und sinnvollen Überlegungen treffen, nicht, weil wir Angst haben. Experimente, kleine Veröffentlichungen, Routinen, können uns helfen diese Angst zu reduzieren und dann zu schauen, welcher Veröffentlichungsweg der richtige für uns ist. Und nichts ist endgültig. Selfpublishing darf ein Versuch sein, genauso wie traditionelles Veröffentlichen.
Höre dir die aktuelle Folge an:
Du möchtest uns erreichen?
» Erina auf Instagram: @eveskillane.autorin
» Anne auf Instagram: @anne.solveig.autorin
» Anne auf YouTube: YouTube.com/@anne.solveig.autorin
Oder schreib uns einen Kommentar.
Du möchtest uns einen Kaffee spendieren?
» Ko-Fi: ko-fi.com/bunnybrains


