#81 Double-Check | Warum vertrauen wir uns selbst nicht?

Bevor ich das Haus verlasse, überprüfe ich mehrfach, ob ich den Schlüssel eingepackt habe. Wenn ich Entscheidungen treffe, dann stelle ich sie spätestens am nächsten Tag in Frage. Und manchmal entscheide ich gar nicht erst selbst, sondern frage direkt eine andere Person, was ich machen soll.

Warum? Weil ich mir selbst nicht vertraue. Und so geht es vielen Menschen mit ADHS. In dieser Folge tauschen wir uns über unsere Erfahrungen mit diesem Thema aus und schauen uns an, warum es uns so geht und wie wir damit umgehen können.

Ein kurzer Hinweis: Wir sind keine Therapeutinnen oder Ärztinnen. In dieser Folge berichten wir aus unserer persönlichen Erfahrung, aus Beobachtung und aus dem, was uns geholfen hat, nicht aus einer professionellen oder klinischen Perspektive.  

Woran merken wir im Alltag, dass wir uns selbst nicht vertrauen

Im Alltag gibt es so viele Situationen, in denen wir merken, dass wir uns nicht vertrauen. Das äußert sich darin, dass wir mehrfach überprüfen, ob wir das Handy dabei haben, kleinste Handlungen bis ins Detail im Kopf durchgehen und alle Eventualitäten mitdenken oder unsere Partner fragen, was es zum Essen geben soll.

Verschiedene Symptome, aber allen liegt das gleiche Problem zugrunde. Wir haben gelernt, dass wir Fehler machen, die Konsequenzen haben, wenn wir nicht alles wieder und wieder hinterfragen. 

Wie können wir lernen, uns selbst mehr zu vertrauen?

Es ist nicht leicht, sich selbst zu vertrauen, wenn wir über viele Jahre gelernt haben, dass wir ständig Dinge vergessen oder die falschen Entscheidungen treffen und dann mit den Konsequenzen leben mussten.

Das Stichwort heißt: korrigierende Erfahrungen. Wir müssen lernen, dass es nicht schlimm ist, wenn wir mal etwas vergessen, oder die falschen Entscheidungen treffen. Und zwar immer, und immer wieder. Das dauert seine Zeit.

Wie geht es Menschen, die nicht an ihrem Selbstvertrauen zweifeln?

Menschen, die nicht an ihrem Selbstvertrauen zweifeln, gehen viele Dinge ganz anders an. Der innere Dialog ist anders. Statt „wenn das schief geht wird etwas schlimmes passieren“ denken sie: „Ich komme damit klar, egal was passiert“. Fehler bedrohen nicht automatisch das Selbstbild, sondern sind Möglichkeiten zu lernen und zu wachsen. Die Frage ist also vor allem, wie wir mit uns selbst sprechen und wie wir Dinge bewerten. 

Höre dir die aktuelle Folge an:


Du möchtest uns erreichen?

» Instagram

» E-Mail

» Erina auf Instagram: @eveskillane.autorin
» Anne auf Instagram: @anne.solveig.autorin
» Anne auf YouTube: YouTube.com/@anne.solveig.autorin

Oder schreib uns einen Kommentar.

Du möchtest uns einen Kaffee spendieren?

» Ko-Fi: ko-fi.com/bunnybrains

Kommentar verfassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Nach oben scrollen